Fragen und Antworten rund um die Bestattung

1. Wer entscheidet, wie ein verstorbener Angehöriger bestattet wird?

Oft äußern Menschen Wünsche hinsichtlich ihrer Beerdigung. Diese Wünsche sollten nach Möglichkeit auch respektiert werden. Wenn die Bestattungsform im Testament erwähnt ist, müssen Sie sich als Angehörige daran halten. Wenn keine Wünsche geäußert wurden, entscheiden die nächsten Verwandten. Sprechen Sie zunächst mit dem Bestatter über die grundsätzlichen Entscheidungen für die Bestattung.

2. Muss ein evangelischer Verstorbener auch evangelisch bestattet werden?

Nein, eine evangelische Bestattung eines evangelischen Christen ist keine Pflicht. Fühlte sich die verstorbene Person zeitlebens nicht zur Kirche zugehörig, kann auf eine kirchliche Bestattung verzichtet werden. Ist es für die Hinterbliebenen ein Herzensanliegen eine kirchliche Bestattung zu vollziehen, kann dies aus seelsorgerlichen Aspekten mit dem jeweiligen Pfarrer/ der jeweiligen Pfarrerin besprochen werden. In der Regel werden aber evangelische Christen auch evangelisch bestattet. Falls die verstorbene Person im Vorhinein ausdrücklich auf eine evangelische Bestattung bestanden hat oder sie aber ausdrücklich abgelehnt hat, ist der Wunsch der verstorbenen Person zu berücksichtigen. Aber auch hier kann in seelsorgerlichen Ausnahmesituationen in Absprache mit dem Bestatter und dem Pfarrer/der Pfarrerin eine Ausnahme gemacht werden.

3. Wer nimmt den Kontakt zum Pfarrer/ zur Pfarrerin auf?

Entscheiden Sie sich für evangelische Bestattung nimmt der Bestatter in der Regel Kontakt zum Pfarrer/ zur Pfarrerin auf. Daraufhin meldet sich die Pfarrperson bei den Hinterbliebenen, um ein Trauergespräch zu vereinbaren, in dem die Einzelheiten zur Bestattung, z.B. Lieder usw. und über das Leben der verstorbenen Person gesprochen wird.

4. Darf man sich den Pfarrer/ die Pfarrerin selbst aussuchen?

In der Regel übernimmt der Pfarrer/die Pfarrerin des Gemeindebezirkes die Bestattung, in der die verstorbene Person zuletzt wohnhaft war. Haben Sie aber einen bestimmten Wunsch bezüglich der Pfarrperson, können Sie diesen dem Bestattungshaus mitteilen. Dieser kann dann versuchen, den gewünschten Pfarrer/ die gewünschte Pfarrerin für die Bestattung in Absprache mit dem Ortspfarrer/der Ortspfarrerin zu bekommen.

5. Darf man sich den Friedhof frei aussuchen?

Sie haben die freie Wahl, wo sie ihren Verstorbenen beerdigen lassen möchten. Manchmal haben die Verstorbenen vor ihrem Tod bereits einen Wunsch geäußert, den es dabei zu berücksichtigen gilt. Soll die evangelische Bestattung nicht in der Gemeinde stattfinden, in der der Verstorbene zuletzt gewohnt hat, sondern zB in einer anderen Stadt, sucht der Bestatter nach einer Pfarrperson vor Ort, die die Bestattung übernehmen kann.

6. Kann jemand, der nicht in der Kirche war, kirchlich beerdigt werden?

Wer aus der Kirche austritt, erklärt damit, dass er auf eine kirchliche Trauerfeier verzichtet. In besonderen seelsorgerlichen Fällen kann eine Ausnahme gemacht werden. Setzen Sie sich damit mit dem Pfarrer/ der Pfarrerin vor Ort zusammen.

7. Kann jemand, der Suizid begangen hat, kirchlich bestattet werden?

Ja, ein Suizid ist kein Hinderungsgrund mehr für eine kirchliche Bestattung.

8. Was ist eine Aussegnung?

Nach der alten Tradition wurde von dem Verstorbenen im eigenen Haus Abschied genommen. Auch wir bieten die Aussegnung an. Setzen Sie sich dafür direkt mit dem Pfarrer/ der Pfarrerin vor Ort in Verbindung.

9. Was kostet eine Beerdigung?

Neben den Kosten für Sarg, Grab und Kränze können noch Gebühren für die Nutzung der Friedhofskapelle oder der Kirche und die Inanspruchnahme des Organisten oder der Organistin hinzukommen.

10. Muss bei einer Trauerfeier unbedingt gesungen werden?

Natürlich kann man auf Lieder bei der Trauerfeier verzichten. Aber bedenken Sie, der Gesang kann hilfreich sein und Ihnen in Ihrem Schmerz Trost spenden. Auch wenn Sie selbst nicht singen wollen oder können gibt es meist Menschen im Trauergottesdienst, die mitsingen. Eine Alternative ist, neben dem Gesang ein oder zwei Instrumentalstücke spielen zu lassen. Das muss auch nicht Kirchenmusik sein, denn die Trauerfeier dient auch der Erinnerung. Was der Verstorbene gern gehört hat, passt oft auch in die Trauerfeier. Die Details können Sie gerne mit dem Pfarrer / der Pfarrerin vor Ort besprechen.

11. Kann ein Kind kirchlich bestattet werden, wenn es noch nicht getauft war?

Ja, wenn die Eltern das wünschen. Auch ein tot geborenes Kind kann auf Wunsch der Eltern mit einer kirchlichen Trauerfeier bestattet werden. Viele Friedhöfe haben eine besonders gestaltete Grabstätte für früh verstorbene Kinder.

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