Kirchen-, Glocken- und Orgelfahrt

Kirchen-, Glocken- und Orgelfahrt

Kirchen-, Glocken- und Orgelfahrt

Samstag, 25. April 2026, 09:30 - 18:00 Uhr
Pauluskirche Hamm, Marktplatz 16, 59065 Hamm
Glockensachverständiger Dr. Claus Peter, Kreiskantor Heiko Ittig - Orgel

In 2026 findet die alljährliche Kirchen-, Glocken- und Orgelfahrt anlässlich des 800.jährigen Stadtjubiläums Hamms als Rundreise durch historische Kirchen in der Stadtmitte, Pelkum und in die Mark statt. > Anmeldefaltblatt

Beginn ist am Samstag, den 25.04.2026, um 09.30 Uhr in der Pauluskirche Hamm. Dort stehen neben eine Kirchenführung mit Gunhild Bersch sowie dem Besuch der Friedensandacht zur Marktzeit, ein Orgelkonzert und eine Turmführung zur historischen Glocke von 1743 auf dem Programm. Die Fahrt wird mit dem ÖPNV fortgesetzt zur Marker Pankartiuskirche. Dort erwarten die Interessierten ab eine Kirchenführung mit Rosemarie Bögge, die vor allem zu den kostbaren Fresken berichten wird. Auch hier ist ein Orgelspiel vorgesehen. Abschließend fährt die Gruppe zur Pelkumer Jakobuskirche. Dr. Claus Peter, Glockensachverständiger der Landeskirche und bei der Denkmalsbehörde wird dort ab 16 Uhr zu den Ausgrabungen alter Fundamente Dias zeigen und das heute noch Sichtbare zeigen. Auch hier werden Orgel durch Kirchenmusiker Sören Dollenkamp) und die Glocken erklingen. Fahrtleitung hat Kreiskantor Heiko Ittig, der unter Tel 02381/9735331 oder Mail kantor.heiko.ittig@online.de gerne Anmeldungen entgegen nimmt. Auch einzelne Teile der Fahrt können absolviert werden oder Gäste zu den einzelnen Kirchen hinzukommen.

Die weithin in alle Stadtteile sichtbare Pauluskirche ist das älteste monumentale Bauwerk der Stadt Hamm. Sie hat sämtliche Brände im Mittelalter und im 18. Jahrhundert überstanden. Dabei wurde die ori­ginale Bausubstanz stark angegriffen. Beim Wieder­aufbau 1746 nach dem Stadtbrand von 1741 wurde der spätgotische Spitzhelm durch eine barocke Haube ersetzt. Die im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigte Pauluskirche wurde in den Jahren 1952 bis 1954 wiederhergestellt.

Der 1961 entstandene Turmhelm mit einer Höhe von 79,30 Metern gilt als eine der schönsten Turmlösungen in Westfalen.

Im Kern kann das Bauwerk auf eine Kirche zurückge­führt werden, die bald nach der Gründung der Stadt durch Graf Adolf I. von der Mark am Aschermittwoch des Jahres 1226 entstanden ist. Wesentliche Teile des Chores, das Querhaus und das Chorvorjoch dürften noch dem späten 13. Jahrhundert entstammen. In die erste Hälfte des 14. Jahrhunderts wird die Errichtung des Turmes und des dreischiffigen Langhauses datiert.

Die Pankratiuskirche in der Mark entstand um 1000 n. Chr. als Eigenkirche des Oberhofes Mark (auch Schultenhof genannt), der noch auf die Zeit der säch­sischen Herrschaft zurückgeht und auf dessen Gelände sie auch errichtet wurde. Die Pfarrkirche wird heute von dem ehemaligen Friedhof und einer Anzahl älterer Fachwerkhäuser gesäumt. Der Turm der Kirche und ein einschiffiger, flach gedeckter Saalbau sind wahrscheinlich bereits im 12. Jahrhun­dert entstanden und stehen noch im ur­sprünglichen Mauerverbund miteinander. Sie sind damit ein heute selten gewordenes Beispiel für eine schlichte Saalkirche des Frühmittelalters. Das ausladende Querschiff hat einen dreiseitig geschlosse­nen Chor. Das Lang­haus dagegen ist ein Stück niedriger. Dieser Baustil belegt die Funktion der Kirche als Eigenkirche des Märkischen Grafengeschlechts.

Allerdings sind auch das einschiffige Lang­haus und der zweigeschossige, etwa 1,20 Meter dicke Turm zu beachten, Dies deutet auf einen romanischen Kirchbau hin, wie es sie zur mutmaßlichen Zeit der Er­richtung der Kirche – also um das Jahr 1100 – im Bereich des Hellwegs häufiger gab.

Die Jacobuskirche Pelkum, von zwei Jochen und ei­nem einjochigen Chor im 5/8-Schluss, steht innerhalb eines baumbestandenen, umbauten Kirchplatzes. Von einem romanischen Saalbau sind der eingezoge­ne Westturm und die seitlichen Mauern erhalten. Der Chor stammt aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhun­derts; das Langhaus wurde von 1738 bis 1739 errich­tet. Der schlichte Putzbau ist am Langhaus durch rundbogige Fenster gegliedert. In das Langhaus wur­den derbe, flachbogige Kreuzrippengewölbe aus ver­putztem Holz eingezogen. Im Chor ruhen Rippengewölbe mit reliefier­ten Schlusssteinen über Konsolen.

Die Glo­cke wurde 1404 von einem Meister Eilerd oder Everd gegossen; sie ist auf den Ton b1+2 gestimmt.

Leitung:

Dr. Claus Peter, Glockensachverständiger der Ev. Kirche von Westfalen, Kreiskantor Heiko Ittig u.a.

Ablauf der Tagesfahrt:

09:30 Uhr Pauluskirche Hamm

Einführung in die Kirchengeschichte

10:00 Uhr Turmbesteigung, Glockenbesichtigung

11:15 Uhr Marktandacht Pauluskirche

11:45 Uhr Orgelführung Pauluskirche

12:20 Uhr Glockenläuten (Marktplatz)

12:35 Uhr Fußweg

12:57 Uhr Weiterfahrt ab Haltestelle „Nordstraße“, Linie 6

13:15 Uhr Ankunft an der Haltestelle „Realschule Mark“, Gang zur Pankratiuskirche, Besichtigung

14:40 Uhr Glockenläuten

14:56 Uhr Rückfahrt ab „Lisenkamp“, Linie 6

15:10 Uhr Ankunft Hauptbahnhof

15:29 Uhr Abfahrt ZOB, Linie 3, Richtung Pelkum

15:54 Uhr Jakobuskirche Pelkum

16:00 Uhr Besichtigung – Ausgrabungen

17:15 Uhr Glockenläuten

17:33 Uhr Rückfahrt zur Stadtmitte, Linie 3, Richtung Werries

18:00 Uhr Ankunft Hauptbahnhof

18:05 Uhr Rückkunft Marktplatz


Kosten: Inhaber des Deutschlandtickets fahren kostenlos. Von den anderen Teilnehmenden erbitten wir 5,-€ für die Bustransfers.

Anmeldungen bis zum 20.04.2026

Ev. Kirchenkreis Hamm, Kreiskantor Heiko Ittig, Martin-Luther-Straße 27 b, 59065 Hamm

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