02/04/2026 0 Kommentare
Kirchen-, Glocken- und Orgelfahrt
Kirchen-, Glocken- und Orgelfahrt

In 2026 findet die alljährliche Kirchen-, Glocken- und Orgelfahrt anlässlich des 800.jährigen Stadtjubiläums Hamms als Rundreise durch historische Kirchen in der Stadtmitte, Pelkum und in die Mark statt. > Anmeldefaltblatt
Beginn ist am Samstag, den 25.04.2026, um 09.30 Uhr in der Pauluskirche Hamm. Dort stehen neben eine Kirchenführung mit Gunhild Bersch sowie dem Besuch der Friedensandacht zur Marktzeit, ein Orgelkonzert und eine Turmführung zur historischen Glocke von 1743 auf dem Programm. Die Fahrt wird mit dem ÖPNV fortgesetzt zur Marker Pankartiuskirche. Dort erwarten die Interessierten ab eine Kirchenführung mit Rosemarie Bögge, die vor allem zu den kostbaren Fresken berichten wird. Auch hier ist ein Orgelspiel vorgesehen. Abschließend fährt die Gruppe zur Pelkumer Jakobuskirche. Dr. Claus Peter, Glockensachverständiger der Landeskirche und bei der Denkmalsbehörde wird dort ab 16 Uhr zu den Ausgrabungen alter Fundamente Dias zeigen und das heute noch Sichtbare zeigen. Auch hier werden Orgel durch Kirchenmusiker Sören Dollenkamp) und die Glocken erklingen. Fahrtleitung hat Kreiskantor Heiko Ittig, der unter Tel 02381/9735331 oder Mail kantor.heiko.ittig@online.de gerne Anmeldungen entgegen nimmt. Auch einzelne Teile der Fahrt können absolviert werden oder Gäste zu den einzelnen Kirchen hinzukommen.
Die weithin in alle Stadtteile sichtbare Pauluskirche ist das älteste monumentale Bauwerk der Stadt Hamm. Sie hat sämtliche Brände im Mittelalter und im 18. Jahrhundert überstanden. Dabei wurde die originale Bausubstanz stark angegriffen. Beim Wiederaufbau 1746 nach dem Stadtbrand von 1741 wurde der spätgotische Spitzhelm durch eine barocke Haube ersetzt. Die im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigte Pauluskirche wurde in den Jahren 1952 bis 1954 wiederhergestellt.
Der 1961 entstandene Turmhelm mit einer Höhe von 79,30 Metern gilt als eine der schönsten Turmlösungen in Westfalen.
Im Kern kann das Bauwerk auf eine Kirche zurückgeführt werden, die bald nach der Gründung der Stadt durch Graf Adolf I. von der Mark am Aschermittwoch des Jahres 1226 entstanden ist. Wesentliche Teile des Chores, das Querhaus und das Chorvorjoch dürften noch dem späten 13. Jahrhundert entstammen. In die erste Hälfte des 14. Jahrhunderts wird die Errichtung des Turmes und des dreischiffigen Langhauses datiert.
Die Pankratiuskirche in der Mark entstand um 1000 n. Chr. als Eigenkirche des Oberhofes Mark (auch Schultenhof genannt), der noch auf die Zeit der sächsischen Herrschaft zurückgeht und auf dessen Gelände sie auch errichtet wurde. Die Pfarrkirche wird heute von dem ehemaligen Friedhof und einer Anzahl älterer Fachwerkhäuser gesäumt. Der Turm der Kirche und ein einschiffiger, flach gedeckter Saalbau sind wahrscheinlich bereits im 12. Jahrhundert entstanden und stehen noch im ursprünglichen Mauerverbund miteinander. Sie sind damit ein heute selten gewordenes Beispiel für eine schlichte Saalkirche des Frühmittelalters. Das ausladende Querschiff hat einen dreiseitig geschlossenen Chor. Das Langhaus dagegen ist ein Stück niedriger. Dieser Baustil belegt die Funktion der Kirche als Eigenkirche des Märkischen Grafengeschlechts.
Allerdings sind auch das einschiffige Langhaus und der zweigeschossige, etwa 1,20 Meter dicke Turm zu beachten, Dies deutet auf einen romanischen Kirchbau hin, wie es sie zur mutmaßlichen Zeit der Errichtung der Kirche – also um das Jahr 1100 – im Bereich des Hellwegs häufiger gab.
Die Jacobuskirche Pelkum, von zwei Jochen und einem einjochigen Chor im 5/8-Schluss, steht innerhalb eines baumbestandenen, umbauten Kirchplatzes. Von einem romanischen Saalbau sind der eingezogene Westturm und die seitlichen Mauern erhalten. Der Chor stammt aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts; das Langhaus wurde von 1738 bis 1739 errichtet. Der schlichte Putzbau ist am Langhaus durch rundbogige Fenster gegliedert. In das Langhaus wurden derbe, flachbogige Kreuzrippengewölbe aus verputztem Holz eingezogen. Im Chor ruhen Rippengewölbe mit reliefierten Schlusssteinen über Konsolen.
Die Glocke wurde 1404 von einem Meister Eilerd oder Everd gegossen; sie ist auf den Ton b1+2 gestimmt.
Leitung:
Dr. Claus Peter, Glockensachverständiger der Ev. Kirche von Westfalen, Kreiskantor Heiko Ittig u.a.
Ablauf der Tagesfahrt:
09:30 Uhr Pauluskirche Hamm
Einführung in die Kirchengeschichte
10:00 Uhr Turmbesteigung, Glockenbesichtigung
11:15 Uhr Marktandacht Pauluskirche
11:45 Uhr Orgelführung Pauluskirche
12:20 Uhr Glockenläuten (Marktplatz)
12:35 Uhr Fußweg
12:57 Uhr Weiterfahrt ab Haltestelle „Nordstraße“, Linie 6
13:15 Uhr Ankunft an der Haltestelle „Realschule Mark“, Gang zur Pankratiuskirche, Besichtigung
14:40 Uhr Glockenläuten
14:56 Uhr Rückfahrt ab „Lisenkamp“, Linie 6
15:10 Uhr Ankunft Hauptbahnhof
15:29 Uhr Abfahrt ZOB, Linie 3, Richtung Pelkum
15:54 Uhr Jakobuskirche Pelkum
16:00 Uhr Besichtigung – Ausgrabungen
17:15 Uhr Glockenläuten
17:33 Uhr Rückfahrt zur Stadtmitte, Linie 3, Richtung Werries
18:00 Uhr Ankunft Hauptbahnhof
18:05 Uhr Rückkunft Marktplatz
Kosten: Inhaber des Deutschlandtickets fahren kostenlos. Von den anderen Teilnehmenden erbitten wir 5,-€ für die Bustransfers.
Anmeldungen bis zum 20.04.2026
Ev. Kirchenkreis Hamm, Kreiskantor Heiko Ittig, Martin-Luther-Straße 27 b, 59065 Hamm
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