Die Taufe

Durch die Taufe wird ein Mensch in die christliche Gemeinschaft und in eine Kirche aufgenommen. Sie wird durch dreimaliges Begießen des Kopfes mit Wasser vollzogen. Die christlichen Kirchen taufen unter Bezug auf den von Jesus gegebenen Taufbefehl (Matth. 28,19f) nach dem Vorbild der Taufe Jesu durch Johannes den Täufer (Matth. 3,13-17; Markus 1,9-11; Lukas 3,2lf.; Joh. 1,32-34).

Die Taufe ist ein Geschenk Gottes. Und dieser Geschenkcharakter kommt am anschaulichsten zum Ausdruck in der Säuglingstaufe. Denn der Mensch kann von sich aus nichts zu seinem Heil tun. In der evangelischen und der katholischen Kirche sowie bei Orthodoxen und Anglikanern ist es üblich, dass sowohl Säuglinge und Kinder als auch Erwachsene getauft werden. Wird ein Säugling getauft, so bekennen Eltern und Paten/Patinnen gleichsam stellvertretend den christlichen Glauben. Zugleich verpflichten sie sich, dafür zu sorgen, dass der Täufling in diesen Glauben hineinwächst und ihn in der Konfirmation schließlich eigenständig bekennt.

Das Sakrament der Taufe ist das grundlegende Band der Einheit unter den Christen. Wechselt der Getaufte in eine andere Kirche, bleibt die Taufe davon unberührt. Sie ist einmalig und unwiederholbar.

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