Andacht zum Sonntag Miserocordias Domini (18.04.2021) von Pfarrer Alexander Jasczyk

Gedenken

Heute beten wir für die Verstorbenen,
die der Pandemie zum Opfer gefallen sind
und für deren Angehörige:

Ewiger Gott,
wir trauern an diesem Tag um fast drei Millionen Corona-Tote weltweit.
Oft war ihr Tod einsam und Angehörige konnten sie im Sterben nicht begleiten.
Deswegen klagen wir heute:

Ewiger Gott,
wir klagen Dir, was uns traurig macht, hilflos und verzweifelt.
Wir legen Dir die Menschen an das Herz, die wir verloren haben.
Wir klagen Dir ihr Leiden und ihren Tod.
Wir klagen Dir die nicht vollzogenen Abschiede.
Wir klagen Dir die fehlende Nähe.
Wir klagen Dir die Einsamkeit.
Wir klagen Dir die zerbrochenen Lebensträume.
Wir klagen Dir den fehlenden Atem zum Leben.
Wir klagen Dir die Hand, die nicht gehalten werden konnte,
die Umarmungen, die ausblieben,
die Worte, die nicht gesagt wurden,
die Blicke, die nicht getauscht wurden.

Ewiger Gott,
wir wissen,
dass unsere Trauer, unsere Angst und unser Leid real sind.
Doch wir vertrauen darauf,
dass Du uns in Jesus Christus gezeigt hast,
dass sie nie das letzte Wort haben werden.
Denn Jesus Christus spricht:
»In der Welt habt ihr Angst;
aber seid getrost,
Ich habe die Welt überwunden.«
Amen