Andacht zum Sonntag, 07. Februar 2021 von Pfarrerin Ute Brünger

„Und dann feiern wir ne fette Party, laden alle unsere Freunde ein -

stehen extra ganz dicht beieinander, und stoßen an aufs Zusammensein.

Alt und Jung und Groß und Klein, keiner mehr zuhaus' allein“.


Sarah Connor



Bye bye – für mich eine Hymne dieser Corona-Zeit. Sarah Connor singt von ihrer Hoffnung, dass unser Leben bald wieder so wird, wie wir es geliebt haben.
„Können wir bitte, bitte vorspulen.“  Ja, das wäre schön: vorspulen, die Zeit beschleunigen, Schweres einfach überspringen und dann ist es wieder gut. Wir wissen: Das geht nicht. Alles hat seine Zeit und braucht seine Zeit. Das Schöne und das Schwere, die Freude und der Schmerz. Der christliche Glaube weiß darum: es gibt die Bußzeiten und die Festzeiten, die Klage und den Jubel.
Bald schon beginnt die stille Passionszeit. Wir begleiten Jesus auf seinem Weg hin zum Kreuz. In diesem Jahr vielleicht inniger und intensiver als in früheren, „normalen“ Jahren. Wir leben auf Ostern zu und auf die Freude über den Sieg des Lebens.
Gerade der Wechsel zwischen ruhigen und fröhlichen Zeiten gibt unserem Leben Struktur. Die Zeiten des Kirchenjahres lehren uns, dass unser Leben ein Auf und Ab ist. Unser Glaube verheißt uns: Nach den Höhen und Tiefen führt der Weg durch den Tod in das Leben. Daran möchte ich in dieser Passionszeit denken. Es gibt keine Abkürzung zum Osterfest. Die Passionszeit muss bestanden und durchgestanden werden. Aber dann: Dann feiern wir - vermutlich noch keine fette Party, aber doch ein frohes und fröhliches Osterfest.

Ihre Pfarrerin Ute Brünger